Alarmzeichen Investitionen

Alarmzeichen Investitionen
  • Früher haben Unternehmen im Ausland investiert, um neue Märkte zu erschließen. Heute tun sie das aus Kostengründen. Wenn die Produktion ausgeweitet werden soll, geschieht das fast immer nur im Ausland.

  • Wir erleben in Wahrheit sogar längst eine schleichende De-Industrialisierung. Die Metall- und Elektroindustrie investiert weniger, als sie hier durch Abschreibungen an Wert verliert.

Alarmzeichen Arbeitskosten

Alarmzeichen Arbeitskosten
  • Nur in Norwegen, Belgien, der Schweiz, Schweden und Dänemark liegen die Arbeitskosten in der Industrie höher als bei uns. Aber dort gibt es nur wenig Industrie, die mit uns im Wettbewerb ist.

  • Die Arbeitskosten spielen eine entscheidende Rolle – für ein durchschnittliches Industrieunternehmen gilt: Ein Produkt, das in Deutschland für 1.000 Euro hergestellt werden kann, kostet in Polen nur 755 Euro – bei gleicher Qualität. Und es gibt noch günstigere Länder.

Alarmzeichen Kostensteigerung

Alarmzeichen Kostensteigerung
  • Seit der Krise 2008 sind die Lohnkosten um mehr als 19 Prozent gestiegen. Mehr erwirtschaftet wurde aber nicht: Die Produktivität stieg in der Zeit um gerade einmal 2 Prozent.

  • Das ergibt unter dem Strich ein Plus bei den Lohnstückkosten von 17 Prozent. Das hält kein Standort auf Dauer aus.

Alarmzeichen Beschäftigungsstruktur

Alarmzeichen Beschäftigungsstruktur
  • Einfache Produktion findet heute schon meist im Ausland statt. In Deutschland sind unter dem Strich trotzdem mehr Arbeitsplätze entstanden – in Forschung und Entwicklung, Marketing oder Design, aber nicht in der Produktion.

  • Aber wir brauchen auch in Zukunft einfache Arbeitsplätze am Standort. Denn wenn die erste Stufe der Produktion abgebaut wird, folgen rasch die nächsten. Es kann uns also nicht egal sein, dass einfache Arbeit zu teuer wird.

Alarmzeichen Produktion im Ausland

Alarmzeichen Produktion im Ausland
  • Andere Standorte sind Deutschland in puncto Qualität und Produktivität näher gekommen – damit fallen die höheren Kosten hier umso stärker ins Gewicht.

  • Und: Die Unternehmen sind längst im Ausland vertreten – die deutsche M+E-Industrie hat 6.250 Tochterunternehmen im Ausland und beschäftigt dort 1,7 Millionen Menschen.

Alarmzeichen Gewinne

Alarmzeichen Gewinne
  • Zum Vergleich: Die Rendite beim US-amerikanischen Hersteller General Electric lag bei 10,2 Prozent, die von Apple bei 22 Prozent.

  • In manchen Betrieben reichen die Inlandserträge kaum noch aus, um die Kostensteigerungen durch Tarifrunden auszugleichen. Damit wird die Lohnentwicklung in Deutschland mehr und mehr durch die Erfolge im Ausland quersubventioniert.

Alarmzeichen einfache Arbeitsplätze

Alarmzeichen einfache Arbeitsplätze
  • Bei den meisten Metall- und Elektrounternehmen am Standort wird geforscht und produziert. Der Vorteil: Man sieht sofort, wenn etwas verbessert werden muss, und die Wege sind kurz.

  • Der Betrieb ist eine Einheit: die Produktion (mit einfachen und mit hoch qualifizierten Tätigkeiten), die Forschung und der Service. Deshalb ist es nicht egal, wenn einfache Arbeiten hier zu teuer werden.

Alarmzeichen Flexibilität

Alarmzeichen Flexibilität
  • Wir müssen genau das Produkt liefern, welches unsere Kunden haben wollen, und zwar genau dann, wann sie es haben wollen – nur dann sind sie bereit, die Preise für das „Made in Germany“ zu bezahlen.

  • Nach den Vorstellungen von Politik und Gewerkschaften sollen Mitarbeiter bald durch die Kombination von Elternzeit, Pflegezeit und Teilzeit mit Rückkehrrecht in Vollzeit bald jahrzehntelang beliebig mal vollständig anwesend, mal in Teilzeit oder mal vollständig abwesend sein. Dafür braucht es dringend noch mehr – und nicht weniger Flexi-Instrumente!

Alarmzeichen Differenzierung

Alarmzeichen Differenzierung
  • In der M+E-Industrie haben im vergangenen Jahr 21 Prozent aller Unternehmen rote Zahlen geschrieben oder so gerade eine schwarze Null geschafft.

  • Die Personalkostenanteile liegen je nach Betrieb bei 10 bis mehr als 50 Prozent. Darin zeigt sich, wie unterschiedlich die Lage von Unternehmen zu Unternehmen ist.